Wie wird die Diagnose gestellt?
Beim ersten Verdacht auf eine Zöliakie, sollten vor Umstellung der Ernährung zunächst Antikörper aus dem Blut bestimmt werden. Hierbei sollten Gewebstransglutaminase-IgA und / oder Endomysium-IgA-Antikörper untersucht werden.
Die endgültige Absicherung der Diagnose erfolgt durch eine Dünndarmbiopsie. Auch diese muss vor Beginn einer glutenfreien Ernährung vorgenommen werden, um sichere Befunde zu erhalten.
Die heute übliche endoskopische Dünndarmbiopsie ist relativ ungefährlich und dauert meist nicht länger als 10-15 Minuten. Dabei wird eine Kamerasonde an einem dünnen Schlauch über Mund, Speiseröhre und Magen in den Dünndarm geschoben. Mehrere Gewebeproben werden aus verschiedenen Bereichen entnommen und anschließend mikroskopisch untersucht.
Der Antikörpertest kann eine Dünndarmbiopsie nicht ersetzen. Auch bei Kindern ist die sichere Diagnose durch die Dünndarmbiopsie notwendig, da sie bei positiver Diagnose ihr Leben lang glutenfrei essen müssen. Erfahrene Kliniken nehmen die Untersuchung mit speziell für Kinder angefertigten Geräten vor.
Ein Stuhltest auf Gliadin- oder Transglutaminase-Antikörper ermöglicht keine zuverlässige und sichere Diagnose.