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  • Neue S2k Leitlinie zur Diagnostik der Zöliakie
    Seit dem Frühjahr 2014 steht eine aktuelle Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) zur Verfügung. Diese hilft, die Diagnostik zu vereinheitlichen und in schwierigen Situationen einen Anhalt für das weitere Vorgehen zu geben. Die behandelnden Ärzte können diese online auf der Internetseite der DGVS abrufen. Für die Betroffenen haben wir eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte zusammengestellt.
    https://www.dzg-online.de/medizin.6.0.html

Gluten-Heimtests sind nicht sinnvoll

  • Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands e. V. informiert:
    Gluten-Heimtests aus Drogerie und Apotheke sind kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose.
    Download (PDF-Dokument | 463,31 KBytes | 06.08.2012)

Wie wird die Diagnose gestellt?

Beim ersten Verdacht auf eine Zöliakie sollten vor der Ernährungsumstellung zunächst Antikörper aus dem Blut bestimmt werden. Untersucht werden sollten hierbei Gewebstransglutaminase-IgA- und/oder Endomysium-IgA-Antikörper. Die endgültige Absicherung der Diagnose erfolgt durch eine Dünndarmbiopsie.
Auch diese muss vor Beginn einer glutenfreien Ernährung vorgenommen werden, um sichere Befunde zu erhalten. Die heute übliche endoskopische Dünndarmbiopsie ist relativ ungefährlich und dauert meist nicht länger als 10 bis 15 Minuten. Dabei wird eine Kamerasonde an einem dünnen Schlauch über Mund, Speiseröhre und Magen in den Dünndarm geschoben. Mehrere Gewebeproben werden aus verschiedenen Bereichen entnommen und anschließend mikroskopisch untersucht.

Der Antikörpertest kann eine Dünndarmbiopsie in den meisten Fällen nicht ersetzen. Auch bei Kindern ist die Biopsie in der Regel notwendig. Nur unter bestimmten Bedingungen kann auf sie verzichtet werden. Die Entscheidung, ob eine Biopsie stattfinden sollte oder ob darauf verzichtet werden kann, sollte in Absprache mit einem Kindergastroenterologen (siehe www.gpge.de) unter Berücksichtigung der aktuellen Leitlinien getroffen werden. Erfahrene Kliniken nehmen die Untersuchung mit speziell für Kinder angefertigten Geräten vor.

Ein Stuhltest auf Gliadin- oder Transglutaminase-Antikörper ermöglicht keine zuverlässige und sichere Diagnose. Daher sollten sie nicht zum Einsatz kommen und in keinem Fall zu einer Veränderung der Ernährung führen.
Schnelltests, die Betroffene zu Hause durchführen können, bergen ebenfalls gewisse Unsicherheiten. Daher sollten in jedem Fall unabhängig vom Ergebnis bei verdächtigen Symptomen eine entsprechende Labordiagnostik durchgeführt werden.

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