Krankheitsbild

Bei der Zöliakie (glutensensitive Enteropathie, einheimische Sprue) handelt es sich um eine immunologisch vermittelte Erkrankung des Dünndarmes, die bei genetisch prädisponierten Personen durch glutenhaltige Nahrungsmittel zu histologischen Veränderungen am Dünndarm und zur Malabsorption mit unterschiedlichen Symptomen führt. Sie besteht lebenslang und kann sowohl beim Kleinkind als auch beim Erwachsenen im höheren Lebensalter auftreten. Zahlreiche Screeninguntersuchungen konnten zeigen, dass die Prävalenz der Zöliakie mit 1:100 bis 1:500 deutlich höher liegt als bislang angenommen. Nur ein kleiner Teil (ca. 10 %) der Betroffenen weist typische Symptome auf, bei den meisten liegen nur wenige oder atypische Beschwerden vor. Eine Vielzahl ist völlig beschwerdefrei.