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Lebensmittelkennzeichnung nach der Lebensmittelinformationsverordnung

Im Dezember 2011 wurde auf europäischer Ebene die Lebensmittelinformationsverordnung beschlossen. Sie soll europaweit einheitliche Lebensmittel- und Nährwertkennzeichnungen regeln. Einige Vorschriften der Verordnung sind bereits in Kraft getreten und wurden auch schon in die deutsche Lebensmittelkennzeichnungsverordnung integriert. Die Vorschriften sind am 13. Dezember 2014 in Kraft getreten bzw. werden am 13. Dezember 2016 in Kraft treten (Vorschriften zu den Nährwertprofilen).

Eine der zahlreichen Änderungen durch die neue Verordnung ist, dass Stoffe, die allergische Reaktionen/ Unverträglichkeiten hervorrufen können, künftig in der Zutatenliste verpackter Ware hervorgehoben (z.B. farblich unterlegt) werden müssen. Auch die Schriftgröße der Zutatenliste muss zukünftig einem Mindeststandard folgen. Außerdem müssen seit dem 13.12.2014 Allergene auch bei loser Ware gekennzeichnet werden. Diese Maßnahmen sollen für mehr Transparenz beim Verbraucher sorgen.

Eine weitere Besonderheit der Lebensmittelinformationsverordnung besteht darin, dass alkoholische Getränke mit mehr als 1,2 Volumenprozent Alkohol von der Verpflichtung zur Angabe eines Nährwertprofils und eines Zutatenverzeichnisses grundsätzlich befreit sind. Es besteht allerdings dann eine Verpflichtung zur Listung der Zutaten, wenn in ihnen allergene Stoffe enthalten sind und dies nicht aus dem Namen des Produktes unmittelbar erkennbar ist (z. B. Eierlikör). Die kennzeichnungspflichtigen Zutaten müssen bei Verwendung auf dem Etikett zudem mit dem vorangestellten Vermerk „enthält …“ aufgeführt sein.

Die vorgenannte Regelung gilt allerdings zunächst nur für fünf Jahre nach Inkrafttreten der Verordnung. In der Zwischenzeit will die EU-Kommission einen Erfahrungsbericht erstellen, der den Umgang der Verbraucher mit den alkoholischen Getränken noch einmal bewertet und analysiert. Sich daraus ergebende Veränderungen der Gesetzgebung sollen anschließend geprüft und beraten werden.