Sonstiges
In diesem Kapitel soll insbesondere auf den Ausgleich der Nährstoffdefizite eingegangen werden. Die Therapie der übrigen assoziierten Erkrankungen und Komplikationen erfolgt jeweils gemäß den entsprechenden Leitlinien (z.B. Osteoporose).
Die folgenden Nährstoffe sind am häufigsten als vermindert bei neu-diagnostizierten Zöliakiepatienten beschrieben worden und sollten daher (je nach Symptomatik) Bestandteil der Initialdiagnostik (Flyer Nr. 0066) sein: Eisen, Vitamin D, Vitamin K, Calcium, Magnesium, Zink und Folsäure (1).
Gerade der Magnesiummangel hat bedeutende Auswirkungen: Hierdurch verschlechtert sich die PTH-Sekretion, wodurch der Knochenmetabolismus gestört wird und eine Osteopenie resultiert. Durch Magnesiumgaben kann sich die Parathormonsekretion regulieren und die Knochendichte wird verbessert (2).
Bei nachgewiesenen Defiziten sollten die Nährstoffe supplementiert werden, bis eine Normalisierung der Werte eingetreten ist. Durch die Regeneration der Dünndarmschleimhaut verbessern sich die Resorptionsverhältnisse wieder und die Nährstoffaufnahme verläuft ungehindert.
Literatur:
(1) Haapalahti M et al., Nutritional status in adolescents and young adults with screen-detected celiac disease. J Pediatr Gastroenterol Nutr. 2005;40(5):566-70
(2) Rude RK, Olerich M. Magnesium deficiency: possible role in osteoporosis asscociated with gluten-sensitive enteropathy. Osteoporos Int. 1996;6(6):453-61