Studien

In diesem Kapitel soll über derzeit laufende Studien informiert werden. Damit soll ein Teil der Forschungsaktivität zum Thema Zöliakie in Deutschland dargestellt werden. Unter anderem wird in jedem Jahr ein Forschungspreis von der DZG verliehen, um interessante Projekt zu unterstützen.

PreventCD-Studie

Diese europaweite Studie widmet sich der Untersuchung, in wie weit die frühkindliche Ernährung das Risiko einer Zöliakie beeinflusst. Dabei werden Neugeborene untersucht, bei denen ein Elternteil oder Geschwister von Zöliakie betroffen ist. Diese Kinder haben ein 10-15%-tiges Risiko, ebenfalls an Zöliakie zu erkranken. Nach Bestimmung der genetischen Disposition (positiver Nachweis von HLA-DQ2 und DQ8) erhalten die Kinder ab dem fünften Lebensmonat zusätzlich zur Muttermilch kleine Glutenmengen. Gemäß der derzeitigen Studienlage scheint dieses Vorgehen am ehesten dazu geeignet, das Risiko für eine Zöliakie zu senken. Insgesamt sollen 1000 Kinder aus den teilnehmenden Ländern (Deutschland, Niederlande, Norwegen, Schweden, Polen, Ungarn, Kroatien, Italien, Spanien und Israel) untersucht werden.
Weitere Informationen zur PreventCD-Studie können der Internetseite unter PreventCD entnommen werden.

DZG-Forschungspreis 2008

Den Forschungspreis der DZG 2008 erhielten Frau Dr. Dieterich und Frau Dr. Esslinger von der Universität Esslingen. Sie konnten in Vorarbeiten zeigen, dass Gluten aus Weizen die Lymphozyten bei Zöliakiepatienten und nicht-betroffenen Kontrollpersonen aktiviert. Die ausgezeichnete Studie soll klären, warum Kontrollpersonen im Gegensatz zu den Zöliakiepatienten nicht erkranken.