Summercamp in Deutschland
AOECS SummerCamp Berlin/Rügen | 2002
Der Jugendbeirat der Deutschen Zöliakiegesellschaft hatte gerufen, alle waren sie gekommen. Und zwar aus ganz europa. 54 Teilnehmer waren es am Ende, die aus Deutschland, Holland, England, Italien, Spanien, Schweden und sogar Tschechien nach Berlin gereist waren, um vom 21. bis 30. Juli in Berlin und auf Rügen an der bisher größten Freizeit in der Geschichte des Jugendbeirates teilzunehmen.
Das am Ende alle Teilnehmer mit zufriedenen Gesichtern und vielen neuen Eindrücken nach Hause fuhren, daran hatten viele Helfer großen Anteil. Ob es das Organisationsteam Leah Langheim, Oliver Schikora, Dan Kühnau, Dirk Meyer, Susi Hübner und Rabea Welte war, die schon ein Jar vor der Veranstaltung mit den Vorbereitungen beginnen mussten. Oder die Geschäftsstelle der Deutschen Zöliakie Gesellschaft, die sich um die Verwaltung kümmerte und somit den Organisatoren den Rücken freihielt, um sich vor allem um die inhaltlichen Elemente des Camps zu kümmern. Natürlich dürfen auch die Hersteller der glutenfreieen Lebensmittel nicht unerwähnt bleiben, denn ohne das unermüdliche Engagement von Dr. Schär, der Hammermühle, der Minderleinsmühle, SHS Damin und Finax hätte die Freizeit in der Form nicht stattfinden können.
Los ging das umfangreiche Programm an einem Sonntagnachmittag in Berlin. Am Tag der Anreise kamne die Schweden bereits früh um 8 Uhr über die Ostsee geschippert, während die Spanier erst abends um 21 Uhr zum Essen eintrafen. Kennenlernen stand im Vordergrund, was trotz des teilweise babylonischen Sprachengewirrs mit Englisch schon am ersten Abned gut klappte. Am nächsten Tag stand dann erst einmal Arbeit auf dem Programm: In Workshops diskutierten wir über die unterschiedlichen Arten, wie man zum Beispiel in Schweden oder in Spanienmit Zöliakie im Alltag lebt. Gerade diese Diskussion war für alle sehr interessant, zeigte sich doch, dass man gerade durch die verschiedenen europäischen Meinungen immer wieder etwas lernen und sich etwas abschauen kann.

Natürlich stand bei allem während der Freizeit der Spaß im Vordergrund. Den hatte die Gruppe auch am Nachmittag bei der Bootsrundfahrt durch Berlin und abends auf dem Fernsehturm, der gerade für die ausländischen Gäste einen atemberaubenden Blick über Deutschlands größte Stadt bot. Klar, dass man die Gelegenheit nutzte und das Berliner Nachtleben einmal so richtig unsicher machte. Wann bekommt man sonst schon mal die Gelegenheit, in Berliner Clubs und Diskotheken mitten unter der Woche bis früh um 5. 30 Uhr zu tanzen und zu feiern?
Berlin intensiv – das war das Motto der Stadt-Rallye, die sich Rabea Welte und Dan Kühnau ausgedacht hatten. In kleinen Gruppen á fünf Personen jagten die Teilnehmer von einem Ende der Stadt zum anderen, um die vielen Fragen zu beantworten und die geforderten Beweisbilder zu liefern. Spaß war garantiert und man bekam von der Stadt auch noch etwas zu sehen.
Kontrastprogramm war dagegen das Jugenddorf Ummanz auf Rügen. Die kleinen Häuser des Jugenddorfs liegen inmitten von unberührter Natur auf Deutschlands größter Insel und bieten damit für alle Gruppen tolle Bedingungen, um allen möglichen Sportarten von Fußball über Volleyball bis zu Wassersport nachzugehen, sich zu erholen, die Natur zu genießen und einfach nur Spaß zu haben. Natürlich gab es auch auf Rügen Workshops, denn ein bisschen Arbeit muss schon sein.
Aber die tollen Grillabende, die feucht-fröhliche Diskothek und der leckere Pizza-Abend mit Andeas Wenter von der Firma Dr. Schär, der extra aus Meran für uns nach Rügen gekommen war, werden unvergesslich bleiben. Da war es auch zu verschmerzen, dass die Reise nach Rügen mit der Deutschen Bahn bei der Hinfahrt wegen eines technischen Defekts des Zuges zu etwas längeren Angelegenheit geriet.
Nach einigen Tagen auf der Insel ging es zum Schluss noch einmal zurück nach Berlin, wo man noch einmal intensive Eindrücke von der Stadt bei Museumsbesuchen und Shopping-Ausflügen gewinnen konnte.
Für den Jugendbeirat der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft war diese Freizeit etwas ganz Besonderes. Nicht nur, weil es die größte bisher war, sondern vor allem, weil sich die Teilnehmer wohl fühlten, Spaß hatten und alle am liebsten im nächsten Har wieder kommen würden.
Oliver Schikora