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Das Krankheitsbild im Erwachsenenalter

Bei der Zöliakie des Erwachsenen handelt es sich um das gleiche Krankheitsbild wie bei der Zöliakie des Kindes. Die Zöliakie kann auch noch im höheren Erwachsenenalter erstmalig auftreten. Viele Patienten sind 30 bis 40 Jahre alt, wenn die Zöliakie erstmals entdeckt wird. Die Krankheit kann jedoch auch jenseits des 60. Lebensjahres noch auftreten.
Die Bezeichnung einheimische Sprue ist veraltet und nicht mehr gebräuchlich.
Trotz verbesserter Diagnostik und größerem Verständnis für das Krankheitsbild wird die Diagnose häufig erst Jahre nach dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen gestellt. Die Verzögerung der Diagnostik liegt meist daran, dass selten das Vollbild der Zöliakie mit massivem Gewichtsverlust und Durchfall mit Fettstühlen vorliegt. Es überwiegen die Verläufe, bei denen nur wenige oder einzelne Symptome auftreten. Man spricht hier von der oligosymptomatischen (nur mit wenigen Symptomen) oder subklinischen (d.h. ohne spürbare Beschwerden) Zöliakie. Ein ungeklärter Eisenmangel ist oft das einzige Symptom, das auf eine Zöliakie hinweist. Aber auch Knochenschmerzen mit Osteoporose oder eine Arthritis können Anzeichen der Erkrankung sein. Bei vielen Patienten liegen auch Symptome an anderen Organen vor, die nicht direkt auf eine Darmerkrankung hinweisen (symptomatische Zöliakie). Hierzu zählen z.B. Zyklusstörungen bei der Frau, Unfruchtbarkeit, Depressionen und Migräneanfälle oder Leberwerterhöhungen bisher unbekannter Ursache.

In den meisten dieser Fälle findet man trotz fehlender Darmsymptomatik positive Antikörpertests wie auch eine Schleimhautschädigung im Dünndarm.