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Blut- und Knochenmarkspenden bei Zöliakie

Weder die nationalen noch die internationalen Richtlinien geben Empfehlungen zur Spenderauswahl bei Zöliakie. Die Spendefähigkeit wird bei den Blutspendeterminen vom untersuchenden Arzt beurteilt. Hierbei muss sowohl der Schutz des Spenders als auch der des Empfängers berücksichtigt werden. Die Glutenunverträglichkeit stellt im Prinzip derzeit keinen Ausschlussgrund dar. Das ändert sich, wenn durch die Krankheit zum Zeitpunkt der gewünschten Spende Symptome bestehen, z. B. Magen-Darm-Beschwerden. Selbstverständlich werden auch Personen ohne Zöliakie bei Krankheitssymptomen irgendwelcher Art von der Spende zurückgestellt.

Zöliakiepatienten werden meist als Knochenmarkspender abgelehnt. Es bestehen begründete Befürchtungen, dass die genetische Veranlagung für eine Zöliakie durch die Knochenmarkspende über die Leukozyten (weiße Blutkörperchen) mit übertragen wird. In der medizinischen Fachliteratur gibt es einen Fallbericht, bei dem ein Patient nach einer Knochenmarktransplantation von seiner Schwester eine Zöliakie entwickelt hat. Ob man im Einzelfall als Spender (z. B. innerhalb einer Familie) zugelassen wird, muss bei Bedarf mit den behandelnden Ärzten abgeklärt und die Risiken gegeneinander abgeschätzt werden.