Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies einsetzen. Selbstverständlich sind unsere Cookies glutenfrei.
Weitere Informationen

Genetische Veranlagung

Etwa 90 % der Patienten mit Zöliakie haben das Gen HLA-DQ 2, das die Oberflächeneigenschaft bestimmter Zellen bestimmt. Nahezu alle übrigen haben das Gen HLA-DQ8. Das HLA-Gen sitzt auf Chromosom 6.

Insgesamt sind aber auch 30 bis 35 % aller Personen in der Gesamtbevölkerung HLA-DQ2 oder DQ8 positiv. Von diesen entwickeln allerdings nur ca. 2 % im Laufe ihres Lebens eine Zöliakie. Daher erlaubt der Gentest zwar mit sehr großer Sicherheit den Ausschluss der Diagnose Zöliakie und kann bei schwieriger Diagnostik miteinbezogen werden.

So kann man mit dem Gentest bei negativem Befund ausschließen, dass eine Zöliakie vorliegt oder entstehen wird. Träger von HLA-DQ2 oder DQ8 können zwar eine Zöliakie entwickeln, dies muss aber nicht passieren. Eine Beweis für eine Zöliakie stellt der Gentest somit nicht dar. Welche weiteren Faktoren zur Entstehung einer Zöliakie führen, wird noch erforscht.

Familienangehörige ersten und zweiten Grades eines Zöliakie-Patienten haben ein deutlich höheres Risiko als die übrige Bevölkerung, an einer Zöliakie zu erkranken. Sie sind in 10-15% der Fälle auch betroffen.

Nach der Diagnose eines Zöliakie-Patienten empfiehlt sich eine Blutuntersuchung auf Antikörper bei den Familienangehörigen, um möglicherweise Betroffene mit einer subklinischen Zöliakie herauszufinden.