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Segelfreizeit

Segelfreizeit
Unser Schiff mitsamt seiner Besatzung für eine Woche

Nach einer Pause im letzten Jahr durfte dieses Jahr wieder ein Haufen Zölis über das Ijssel-meer segeln. Nachdem alle im Hafen von Enkhuizen angekommen waren, konnten wir mit unserem Gepäck zu unserem Schiff aufbrechen. Wie vor zwei Jahren waren wir auf der Rival unterwegs.
Vor dem Ablegen gab es von Skipper Harry noch ein paar Verhaltensregeln. Besonders wichtig war die Nutzung der Toiletten. Zum einen sollten wir sehr sparsam mit Toilettenpapier um-gehen, da Harry’s Hände „leider“ zu groß seien, um eventuelle Verstopfungen zu beseitigen. Zum anderen sollten wir die Toiletten im Sitzen benutzen, da die Präzision bei Schräglage oder Seegang doch sehr stark nachlassen würde. Das Ziel für Montag war Den Oever. Die-ses Mal hatten wir etwas Pech mit dem Wetter. Bei Regen und starkem Seegang wurde die Segeltauglichkeit der Teilnehmer gleich richtig auf die Probe gestellt. Aber dank der Packliste, die wir vor der Freizeit von unseren Betreuern bekommen hatten, waren wir auch für schlech-tes Wetter gut ausgestattet.
Am Dienstag sollte es nach Terschelling gehen. Das Wetter hatte sich etwas beruhigt, so dass nur noch ein kalter Wind ging. Eine konstante Schräglage ist deutlich angenehmer als starker Seegang. Diese Schräglage konnte man recht eindrucksvoll an einem Bild im Aufenthalts-raum sehen, das nur an einem Nagel hing. Leider schafften wir es nicht bis Terschelling, da eines der Schwerter am Schiff beschädigt war und verbrachten die Nacht im Hafen von Vlieland. Auf Vlieland begaben sich einige Teilnehmer auf einen von Harry beschriebenen Rundgang. Ein wichtiger Wegweiser war ein „großes Dreieck mit einer Kuh“, welches wir zwar nicht fanden, aber mit leichten Umwegen kamen doch alle wieder beim Schiff an. Danach konnten wir noch am Hafen duschen. Für 50 Cent konnte man laut Aufkleber +/- 3 Minuten duschen. Wir wissen zwar nicht, wie lang es genau war, aber jeder hat sich beim Duschen so beeilt, dass es locker gereicht hat.
Am Mittwoch blieben wir noch bis 15.00 Uhr im Hafen. Es war also genügend Zeit die Insel etwas zu erkunden oder an den Strand zu gehen. An diesem Tag hieß unser Ziel Terschelling. Bevor wir jedoch dort ankamen, ließ Harry die Rival noch abseits der Fahrrinne auf Grund laufen. Nachdem das Wasser dank der Ebbe fast komplett verschwunden war, konnten wir um das Schiff herum durch das Watt wandern und ein Gruppenbild mit der Rival im Hinter-grund entstand. Nachts segelten wir dann weiter nach Terschelling, wo wir gegen 0.30 Uhr begleitet von einem wunderbaren Sternschnuppenhimmel im Hafen ankamen.
Am Donnerstag ging es wieder zurück ins Ijsselmeer nach Stavoren. Das Wetter war wieder etwas schlechter, sodass viele erstmal im Aufenthaltsraum blieben. Als der Seegang jedoch zunahm, kamen die meisten nach draußen. Dort war es zwar kälter, aber für den Magen an-genehmer. Am Abend verbrachten wir die Zeit mit einigen Gesellschaftsspielen. Hierbei kamen auch Blödeleien und witzige Sprüche nicht zu kurz, sodass wir oft Tränen lachten.
Am Freitag war es erst noch etwas windig. Später zeigte sich allerdings zum ersten Mal in dieser Woche die Sonne. Wir ankerten vor Hoorn und konnten auf dem Schiff grillen. Einige Hartgesottene zogen später ihre Badesachen an und sprangen vom Schiff ins Meer, während die anderen in Pullover und Jacke eingepackt auf dem Schiff blieben. Als es dunkel wurde konnten wir noch vom Meer aus ein spektakuläres Feuerwerk ansehen, bevor wir in den Ha-fen von Hoorn fuhren.
Am Samstag blieben wir bis Mittag in Hoorn. Einige nutzten die Zeit um sich im Ort glutenfreie Bagels zu besorgen. Andere suchten die Duschen. Eine Anwohnerin war nicht begeistert, als wir die Tür zu ihrem Hinterhof für die Tür zu den Duschen hielten, aber sie konnte uns dann den richtigen Weg zeigen. Dieses Mal gab es kostenlos so viel heißes Wasser wie wir wollten.
Später ging es dann weiter nach Edam. Kurz vor Edam ankerten wir noch einmal und wer wollte, konnte wieder vom Schiff ins Meer springen. Sieben Leute zählten gemeinsam runter, allerdings blieben zwei stehen. Es war schließlich nicht explizit abgesprochen, dass man nach dem Zählen auch springen sollte. In den Hafen von Edam kamen wir durch eine Schleuse, in die außer unserem Schiff maximal noch zwei Briefmarken gepasst hätten (eine vorne, eine hinten). Nach dem Anlegen erkundeten einige Edam, andere blieben beim Schiff und verbrachten die Zeit mit Spielen.
Am Sonntag stand dann nur noch der Rückweg nach Enkhuizen an. Es war sonnig aber dafür ging kaum Wind, so dass wir lange Strecken sogar mit Motor fuhren. In Enkhuizen muss-ten wir dann noch zusammenpacken und das Schiff reinigen. Jedes Zimmer bekam eine Aufgabe, sodass wir recht schnell fertig waren. Bevor wir uns dann in alle Windrichtungen verstreuten, ging der Großteil der Gruppe noch zu McDonalds in Enkhuizen um glutenfreie Cheeseburger zu genießen.
Es war eine rundum gelungene Freizeit. Das Wetter hat zwar nicht immer mitgespielt, aber das gehört zum Segeln dazu. Eine Segelfreizeit ist schließlich kein Wellness-Urlaub.
Wir hatten viel Spaß miteinander und waren uns einig, dass wir beim nächsten Mal wieder dabei sein wollen. Vielen Dank an Hannah und Desiree für die Organisation und Betreuung der Freizeit.

Michael Hampel