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  • Auch bei Kindern ist die Biopsie zur Diagnose in der Regel notwendig. Nur unter bestimmten Bedingungen kann auf sie verzichtet werden. Die Entscheidung, ob eine Biopsie stattfinden sollte oder ob darauf verzichtet werden kann, sollte in Absprache mit einem Kindergastroenterologen (siehe www.gpge.de) unter Berücksichtigung der aktuellen Leitlinien getroffen werden. Erfahrene Kliniken nehmen die Untersuchung mit speziell für Kinder angefertigten Geräten vor.
     
    Kindergastroenterologen in Ihrer Nähe finden Sie hier
    http://www.gpge.de/

Zöliakie bei Kindern und Jugendlichen

Im Kleinkindalter tritt die Zöliakie meist 3 bis 6 Monate nach Einführung glutenhaltiger Nahrung (Grießbrei, Vollkornbrei etc.) auf. Die klassischen Symptome sind Gedeihstörungen mit Gewichtsstillstand oder sogar -abnahme, Appetitlosigkeit, Erbrechen und oft Durchfälle. Aber auch normaler Stuhlgang oder sogar Verstopfung schließen die Zöliakie nicht aus. Für viele Kinder ist ein aufgeblähter Leib typisch. Aber auch Wesensveränderungen wie Weinerlichkeit oder Missmutigkeit und mangelndes Interesse am Spielen werden beobachtet. Schon erlernte Fähigkeiten wie Stehen und Laufen können wieder verloren gehen.

Je älter die Kinder bei Erkrankungsbeginn sind, desto häufiger finden sich untypische Verläufe ohne das bekannte klassische Bild der Zöliakie. Die Erkrankung kann sich auch nur über ein einzelnes Symptom bemerkbar machen. Dies führt häufig dazu, dass die Diagnose erst mit deutlicher Verzögerung gestellt wird. Bei einem Drittel der Kinder können 6 Monate und mehr vergehen, bis die Krankheit erkannt wird. Ausgeprägter Eisenmangel, eine verspätete Pubertätsentwicklung oder zögerliches Wachstum sollten an eine Zöliakie denken lassen. Der Stuhlgang ist nicht immer auffällig. Verstopfung kann ebenso vorliegen wie Durchfälle oder normaler Stuhlgang. Ein weiteres mögliches Symptom sind wiederkehrende Bauchschmerzen. Erhöhte Leberwerte unklarer Ursache oder Zahnschmelzdefekte sollten auch eine Abklärung einer Zöliakie zur Folge haben.