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Zöliakie bei Kindern und Jugendlichen

Im Kleinkindalter tritt die Zöliakie meist 3 – 6 Monate nach Einführung glutenhaltiger Nahrung (Grießbrei, Vollkornbrei etc.) auf. Die klassischen Symptome sind Gedeihstörungen mit Gewichtsstillstand oder sogar -abnahme, Appetitlosigkeit, Erbrechen und oft Durchfälle. Aber auch normaler Stuhlgang oder sogar Verstopfung schließen die Zöliakie nicht aus. Für viele Kinder ist ein aufgeblähter Leib typisch. Aber auch Wesensveränderungen wie Weinerlichkeit oder Mißmutigkeit und mangelndes Interesse am Spielen werden beobachtet. Schon erlernte Fähigkeiten wie Stehen und Laufen können wieder verloren gehen.

Kind mit Zöliakie

Je älter die Kinder bei Erkrankungsbeginn sind, desto häufiger finden sich untypische Verläufe ohne das bekannte klassische Bild der Zöliakie. Die Erkrankung kann sich auch nur über ein einzelnes Symptom bemerkbar machen. Dies führt häufig dazu, dass die Diagnose erst mit deutlicher Verzögerung gestellt wird. Bei einem Drittel der Kinder können 6 Monate und mehr vergehen, bis die Krankheit erkannt wird. Ausgeprägter Eisenmangel, verspätete Pubertätsentwicklung oder zögerliches Wachstum sollten an eine Zöliakie denken lassen. Der Stuhlgang ist nicht immer auffällig. Verstopfung kann ebenso vorliegen wie Durchfälle oder normaler Stuhlgang. Ein weiteres mögliches Symptom sind wiederkehrende Bauchschmerzen.
Veränderte Ernährungsgewohnheiten im Säuglingsalter wie längeres Stillen und spätes Zufüttern glutenhaltiger Nahrung haben nach neueren Untersuchungen zur Folge, dass die Zöliakie oft erst bei älteren Kindern auftritt. Die klassischen Symptome sind dann selten oder nur vereinzelt zu beobachten.